Der entführte Teenager

 

Eines Morgens, genauer gesagt war es an einem Freitagmorgen kam ein kleiner Junge in die Kanzlei Lenßen und Partner. Julia Brahms fragte ihn höflich: „Kann ich dir weiterhelfen?“ Der kleine antwortet: „Ja, ich suche Christian Storm“ „Christian Storm?“ „Ja, der arbeitet doch hier oder etwa nicht?“ „Ja klar, ich bring dich zu ihm.“ „Dankeschön.“ Julia steht auf und kommt hinter ihrem Schreibtisch hervor. Sie klopft an die Tür von Ingo Lenßens Büro. „Herein.“ Julia schiebt die Tür auf und meint entschuldigend: „Dieser Junge möchte gerne zu Christian.“ „Danke Julia. Komm setz dich doch.“ Der Junge geht zögernd auf den Stuhl zu, den Ingo ihm anbot. „Hallo wie heißt du den?“ „Ich bin der Benjamin. “Also gut Benjamin, was möchtest du denn von Christian?“ Benjamin wendet sich zu Christian um: „Ich bin der Bruder von Lisa. Die kennst du doch“, und sah ihn fragend an. Christian ist erstaunt antwortet aber: “Ja, wieso?“ „Ja sie ist verschwunden.“ „Du machst Witze oder?“ „Nein mach ich nicht“, er dreht sich wider zu Ingo um, „sie müssen mir helfen Herr Lenßen!“ Ingo: „ Klar, machen wir das, ich glaub nämlich auch das Christian sie möglichst schnell wiederfinden möchte oder Christian?“ Der schaut nur auf den Boden. „Christian bedeutet dir Lisa doch mehr als du angibst?“ „Nein wir sind nur gut befreundet, nichts weiter. Und sowieso schlägt mein Herz für jemand anderen.“ Ingo: „Benjamin jetzt noch mal zu dir, woher wusstest du das Christian Privatermittler ist?“ „Meine Schwester hat mir von ihm erzählt. Und sie hat zu Hause etwa zehn seiner Karten.“ „Also erzähl doch mal wie alt du bist und wie alt deine Schwester ist. Wo sind eure Eltern? Und warum du den Verdacht hast das deine Schwester verschwunden ist.“ „Ich bin 11, meine Schwester ist.....“ Christian fällt ihm ins Wort: „16“ Benjamin: „Ja sie ist 16. Unsere Eltern sind für ein paar Tage in den Urlaub. Also meine Schwester war gestern in der Stadt und als sie um zehn Uhr immer noch nicht zu Hause war hab ich mir langsam angefangen Sorgen zumachen. Denn sie wollte um neun Uhr zu Hause sein. Ich bin dann ins Bett, da heute eigentlich Schule wär. Aber als ich heute Morgen erwachte, und in ihr Zimmer ging war ihr Bett unbenutzt und ich rief sie auf dem Handy an aber sie ging nicht ran. Dann hab ich mir eine dieser Karten geschnappt und kam zu Ihnen.“ Christian ist bleich geworden und meint zu Ingo: „Ich las ihr Handy orten, vielleicht finden wir sie so.“ „Ja ist gut macht das, ich ruf in der Zwischenzeit mal Katja und Sebastian an.“ Sandra und Christian verlassen das Büro und machen sich an die Arbeit. In der Zwischenzeit hat Ingo Katja und Sebastian informiert.

Die kamen 15 Minuten später auch in die Kanzlei. Im selben Moment verlassen Christian und Sandra die Kanzlei mit einem flüchtigen ,Hallo’.

Katja und Sebastian betreten das Büro ihres Chef und der erzählt ihnen kurz was passiert war und erklärt ihnen ihre Aufgabe: „Ihr sollt den Festanschluss und das Handy von Benjamin verkabeln und überwachen denn es könnte ja sein das eine Entführung vorliegt.“ Katja und Sebastian packen das nötige zusammen und fahren mit Benjamin zu dessen Wohnung.

 

Bei Sandra und Chris:

„Du Chris?“ „Ja?“ „Für wen schlägt dein Herz wenn nicht für diese Lisa?“ „Das werd ich ausgerechnet dir erzählen!“ Leider kann sich Chris ein Lachen nicht verkneifen. „Ach komm schon!“ „Nein Sandra!“ Sandra gibt nicht auf und fragt weiter: „Kenn ich sie?“ Christian antwortet schon etwas genervt: „Vielleicht.............Ja du kennst sie.“ Sandra denkt sich: <Ein Blick und er verrät dir mehr.> Chris reißt sie aus ihren Gedanken: „Aber mal eine andere Frage: Für wen schlägt dein Herz? Und jetzt musst du mir nicht erzählen wollen, dass du nicht verliebt bist! Denn du warst in letzter Zeit immer etwas verträumt.“ „Du kennst ihn auch. He Chris du musst da nach rechts und nicht nach links!“ „Siehste jetzt bin ich wegen dir falsch gefahren!!“ Sandra: „Jaja jetzt schiebst du mir die Schult in die Schuhe!“ Chris: „Wir sind da, jetzt müssen wir nur noch das Handy finden.“

„Du Chris warst du hier mit Lisa schon mal?“ „Ja hier haben wir uns kennengelernt. Wir sind uns in die Arme gelaufen, wir waren uns von Anfang an sympathisch und haben unsere Nummern ausgetauscht.“ „Achsoo.“ Sie suchten nur kurz und da fand Chris das Handy auch schon. Sandra bemerkte erst als Chris anfing zu fluchen das er es gefunden hat: „Verdammte Scheiße!“ „Was ist?“ „Ja, guck dir das an!!“ „Ach du scheiße, warte da kommt ne neue. Komm Chris wir fahren zurück in die Kanzlei, hier können wir nichts mehr machen.“ Christian trottet Sandra hinterher als sie aufs Auto zugeht. Sandra setzt sich hinters Steuer und fährt mit Chris zurück in die Kanzlei.

 

Währenddessen bei Lisa:

Lisa saß zusammengekauert in einer Ecke am Boden. Es war finster, feucht und kalt, und Lisa fürchtete sich das dieser widerliche Kerl wieder reinkommt und sie wieder mit ihm muss. Die letzte Nacht war der reinste Horror für sie, zwei Mal kam er und nahm sie mit und vergewaltigte sie. Und dann zog er auch noch Chris mit rein. Sie war mit ihren Nerven total am Ende.

 

 

In der Kanzlei angekommen, gehen sie direkt in Ingos Büro und geben ihm das Handy. Auch er war geschockt als er die Nachricht las. Er ruft sofort Sebastian und Katja an und liest vor: „<Hallo Christian, na wie fühlt es sich an, wenn einem das genommen wird was man liebt?> und die zweite Nachricht: <Ich hoffe ja das du das Handy gefunden hast. Wenn du deine kleine Freundin wiederhaben willst, dann zahl eine Million Euro bis Samstag um Mitternacht. Wo, das erfährst du früh genug.> Ich glaub ihr könnt wieder in die Kanzlei kommen.“ Katja: „Und sollen wir Benni auch mitbringen?“ „Wenn er nicht alleine bleiben möchte dann nehmt ihr in mit.“ Ingo legt auf und schaut seine Ermittler an, die alles mitgehört haben: „Auf was wartet ihr noch? Auf ne schriftliche Einladung? Überwacht das Handy und versucht herauszufinden woher die SMS stammt.“ Christian nimmt das Handy und sie gehen in ihr Büro.

20 Minuten später waren auch Katja und Sebastian mit Benjamin wieder in der Kanzlei. Christian und Sandra sind gerade fertig geworden mit ihrer Arbeit. Da, plötzlich klingelt das Handy, Chris der auf dem Stuhl gesessen hatte und das Handy angestarrt hatte Ist so erschrocken, dass er gleich vom Stuhl hochsprang. Alle zuckten zusammen als das Handy in die Stille hinein piepste. Christian nahm das Handy in die Hand und drückte den grünen Telefonhörer: „Christian Storm.“ Am anderen Ende: „Tom Schwarz, wer sind Sie? Und könnte ich bitte mit Lisa sprechen.“ „Hallo, das geht leider nicht. Ich bin ein guter Freund von Lisa. Aber wer sind denn Sie?“ Tom: „Ich bin der Freund von ihr. Warum kann ich nicht mit ihr sprechen?“ „Kennst du die Kanzlei Lenßen & Partner?“ „Ja, warum?“ Chris: „Dann komm in die Kanzlei, dann erklär ich dir alles.“ „Jo mach ich, bin in ungefähr einer halben Stunde da.“

 

 

Eine halbe Stunde später, es war mittlerweile halb eins, kam Tom in die Kanzlei.

Christian der gerade vorbeilief begrüßte ihn: „Hallo du musst Tom sein, wenn Lisas Beschreibung passt. Ich bin übrigens Christian.“ „Hallo, und du bist wirklich nur ein guter Kumpel von Lisa? Und sie betrügt mich nicht?“ „Nein, sie betrügt dich nicht. Erinnerst du dich als es bei euch nicht so gut lief?“ „Ja warum?“ Chris: „Das hat mir Lisa erzählt und gefragt ob ich ein paar Tipps hätte.“ „Aha.“ „Komm ich bring dich zu meinem Chef, der wird dir alles erklären.“ Sie gehen in Ingos Büro. Dort warten schon alle: „ Ingo das ist Tom Lisas Freund.“ Ingo: „Hallo Tom. Komm setz dich doch. Und dann erzähl mir mal warum du sie nicht schon länger vermisst.“ Tom fängt etwas schüchtern an doch dann erzählt er ganz aufgeregt: „ Also..... wie waren gestern noch in der Stadt...ehm um neun Uhr wollte sie dann schon nach Hause. Ich hängte noch mit ein paar Kumpels ab und ging dann auch nach Hause. Aber heute war sie nicht in der Schule erschienen, dass kennt man von Lisa nicht, sie kam nie zu spät ja gut ein bisschen spät war sie immer dran. Aber sie war immer vor den Lehrern im Zimmer und wenn sie nicht da war wusste immer jemand wo sie war, aber heute wusste es niemand. Da fing ich mir an Sorgen zu machen.

 

Aber ausgerechnet heute hatte ich mein Handy zu Hause liegen gelassen. Als ich zu Hause war, heute Mittag, rief ich sofort auf dem Festnetzanschluss an.“ „Aber warum aufm Festnetzanschluss?“, wirft Sandra ein. Tom: „Ganz einfach, weil Franzi oft ihr Handy zu Hause liegen lässt und als niemand ranging, probierte ich es aufm Handy.“ Schweigen trat ein. Als Chris plötzlich aufsteht und in ‚ihr Büro rüber geht. Sandra sieht ihm verwundert nach und denkt sich: <Ihn nimmt das ganz schön mit. Er tut mir richtig leid, aber irgendwie sieht er so süß aus.> Sandra steht auf und sieht Chris ganz fertig auf dem Sofa sitzen. Sie sieht gerade noch wie eine einzelne Träne über sein Gesicht kullert. Sie setzt sich neben ihn und legt ihm ihren Arm um die Schulter. Chris zuckt ein bisschen zusammen und dann geniest er die Berührung von Sandra.

 

 

Sie wissen nicht wie lange sie so dagesessen haben. Auf alle Fälle kamen jetzt auch die Anderen rein. Stille herrschte und allen taten Tom und Christian leid. Als plötzlich Lisas Handy in die Stille hinein piepste. Christian stand wie von der Tarantel gestochen auf und ging zum Schreibtisch, und nahm ab. Er meldete sich: „Storm.“ Am anderen Ende meldete sich eine männliche Stimme: „Ohh, du hast also das Handy deiner Freundin gefunden? Sehr schön.“ Aufgebracht antwortete Chris: „Wer sind Sie? Was haben Sie mit meiner Freundin gemacht?“ „Ich stelle hier die Forderungen und Fragen nicht du. Hast du das Geld schon?“ „Ja ich hab die Million.“ „Dann verschieben wir die Geldübergabe auf heute. Du wirst alleine um Null Uhr auf dem alten Fabrikgelände der Fabrik Müller sein. Verstanden?“ „Ja ich habe verstanden, ich werde da sein…“ kaum hat Chris zu Ende gesprochen hat der Anrufer aufgelegt.

 

„Habt ihr mitgehört?“ Sebastian: „Nee hab nicht alles verstanden.“ Katja: „Ich auch nicht.“ Christian begann alles zu erzählen. „Also die Übergabe wurde auf heute verschoben. Null Uhr bei dem alten Fabrikgelände Müller. Ich soll alleine kommen.“ Ingo: „Gut dann machen wir das so: Katja, Sebastian, Tom, Benjamin und ich gehen gegen 11Uhr los und fahren zum Übergabeort um uns dort zu verstecken. Sandra du fährst dann mit Christian mit und wartest im Auto auf die beiden, gibt es noch Fragen?“ Sebastian: „Ja ich hab noch eine an Chris: weißt du eigentlich wer hinter der Entführung steckt? Oder hast du eine Idee?“ Chris: „Ich überleg schon die ganze Zeit, aber ich weiß glaub wer dahintersteckt. Vor fünf Jahren war ich in eine Frau verliebt gewesen, aber da gab es nicht nur mich und sie. Ich hatte noch einen Rivalen, der auch in sie verliebt war. Eines Abends stellten wir sie vor die Wahl: ich oder er. Sie hat sich für mich entschieden. Er war sehr sauer auf mich weil ich sie bekommen hatte…“ „Weißt du noch wie der Typ hieß?“ „Der hieß…der hieß, wart ich hab’s: der hieß Oliver, Oliver Wittenberg.“ Christian war stolz auf sich das er es noch wusste. „Also wir haben noch genau 4 Stunden. Katja und Sebastian ihr lässt euch die Adresse von diesem Spinner geben und fahrt zu ihm und beobachtet ihn. Jemand von euch kommt dann zum Übergabeort, der andere beobachtet ihn weiter. Alles klar?“

 

 

„Verstanden Chef“, sagte Sebastian und verschwand mit Katja zur Tür hinaus. Ingo wendet sich nun an die anderen und meint zu ihnen: „Ihr könnt im Moment nichts tun, lenkt euch irgendwie ab, am besten mit einem Spiel.“ „Du Ingo hasst du irgendwo noch Schusssichere Westen? Denn wenn es wirklich Oliver ist, muss man mit allem rechnen.“ „Ja klar, aber über das reden wir später. Lenkt euch jetzt bitte ein bisschen ab.“

 

Eine Stunde später bei Katja und Sebastian: Als sie bei der Meldeadresse von Oliver Wittenberg angelangt waren, fanden sie nur eine leere Wohnung vor. Der Vogel war ausgeflogen. Also fuhren sie zurück in die Kanzlei.

 

Es war 10 vor 11. Katja, Sebastian, Ingo, Tom und Benjamin verlassen gerade die Kanzlei und fahren zum Übergabeort, um das ganze aus der Ferne zu beobachten.

Chris wurde währenddessen in der Kanzlei immer ungeduldiger und tigert im Büro auf und ab. Sandra war genervt von Christians auf und abgehen und fragte ihn: „Hey Chris, könntest du bitte aufhören, ich werd noch wahnsinnig. Und Chris bitte beruhige dich, bald ist es vorbei.“ „Wie soll ich mich beruhigen, wenn meine beste Freundin vielleicht in Lebensgefahr steckt?“ „Ich kann dich verstehen, mir ginge es gleich, aber bitte komm mal ein bisschen runter.“ Sandra stand jetzt auf und ging auf Christian zu und zerrte ihn zum Sofa, und drückte ihn runter. Sie setzte sich ebenfalls und legte den Arm um ihn. <Er sieht so süß aus, aber er tut mir wirklich leid. Der ist mit den Nerven am Ende. Er ist ja ein harter Kerl, lässt niemanden nahe an sich heran, aber auch er ist im innersten weich. Ich liebe ihn ja so. Warum mache ich mir Hoffnungen? Der hat ja so angst um diese Franzi. Um mich hat er garantiert nie so angst gehabt. Ich bin ihm doch egal…> Sandra verfiel in Selbstmitleid und bemerkte nicht das es Chris genoss in ihren Armen zu liegen. Den er hatte ähnliche Gedanken, aber am meisten musst er an Lisa denken und hoffte, dass ihr nichts passiert ist, <er wäre Schuld, wenn ihr etwas passieren würde. Oliver dachte es sei meine feste Freundin, dabei war sie nur eine Kollegin…>

 

20 Minuten später steht Sandra auf. „Hey Chris, wir sollten langsam gehen. Du willst doch nicht zu spät kommen oder?“ Chris springt auf und läuft aus der Kanzlei und geht direkt zum Auto. Sandra rennt ihm hinterher, setzt sich ins Auto, gerade noch rechtzeitig bevor Chris losfährt.

 



nach oben